Die Highlandgames


 

Wenn die Glaronia Pipes and Drums jedes Jahr zur Burns Night einladen, dann geschieht dies zu Ehren Robert Burns', des berühmten schottischen Dichters. Die Burns Night hat in Schottland Tradition. Hier werden Gedichte, Lieder, Tänze und eben auch Dudelsackstücke (ceol mor oder ceol beag) vorgetragen.

Eine ebenso schottische Veranstaltung, die jährlich wiederholt, aber etwas aufwändiger daherkommt, sind die Highlandgames. Sie finden in allen möglichen Regionen ungleichzeitig statt, sind aber in ihrem Aufbau recht ähnlich. Die Spiele sind in vier Hauptdisziplinen unterteilt: Das dancing, das piping mit dem Dudelsack, die Leicht- und Schwerathletik (light field events und heavy field events). Die ersten beiden Disziplinen zeigen, dass es sich nicht einfach um eine sportliche Veranstaltung handelt.

Am ehesten kann man die Highlandgames vielleicht mit einem Schwingfest vergleichen. Die heavy field events sind bei uns am bekanntesten wegen ihrer spektakulären Disziplinen wie dem Baumstammstossen (tossing the caber).

Viele Legenden ranken sich um die Entstehungsgeschichte der Spiele. König Malcolm Canmore soll durch die Wettkämpfe im Berglauf seine Meldeläufer ausgesucht haben. Die Leibwache rekrutierte er aus den Siegern der Ringkämpfe. Auch der sword dance soll auf Canmore zurückgehen. Nach der Schlacht von 1054 gegen MacBeth soll der König auf dessen gekreuzten Schwertern einen Siegestanz getanzt haben. Von da an war es gang und gäbe, dass jeder Clan Chief vor einer Schlacht auf diese Weise den Sieg beschwörte.

Der erste Beschrieb der heute gängigen Diziplinen stammt vom Mönch William Fitzstephan und wurde im 12. Jahrhundert geschrieben.